Brustimplantate - Welche Möglichkeiten gibt es?
Eine kleine oder erschlaffte Brust empfinden viele Frauen als ästhetische Beeinträchtigung ihrer Weiblichkeit. Ihr Selbstwertgefühl und damit ihre Ausstrahlung leiden.
Wann sind Brustimplantate sinnvoll?
Oder eine Frau ist von Natur aus mit einem Busen ausgestattet, der nicht zum Rest ihrer Körperproportionen passt. Hier dominiert der Wunsch, den Typ zu harmonisieren. Manch eine möchte aber auch einfach gern „den Busen von xy" – hier können Sie den Namen eines beliebigen Hollywoodstars einsetzen. Ein einfühlsamer und erfahrener Facharzt für Plastische & Ästhetische Chirurgie wird in solchen Fällen immer auch darüber aufklären, dass die Perfektionierung des Körpers nach einer mediengemachten Norm stets das Risiko der Entindividualisierung birgt. So manch eine Patientin erlangt schon durch den Hinweis auf falsche Vorbilder mehr Selbstbewusstsein.
Oftmals liegt dem Wunsch nach einer größeren Oberweite aber nicht nur subjektives Empfinden, sondern eine medizinische Indikationen zugrunde, wie beispielsweise bei einer Brustrekonstruktion nach einer Krebserkrankung. Haben sich die betroffenen Frauen nach gründlicher Information und ausführlichen Aufklärungsgesprächen durch einen verantwortungsvollen Facharzt für Plastische & Ästhetische Chirurgie schließlich für eine Brustvergrößerung entschieden, entstehen heutzutage durch schonende Operationsmethoden und moderne Implantate nicht nur sichere, sondern auch vollkommen natürlich erscheinende Ergebnisse.
Brustimplantate mit Silikongelfüllung - State of the Art
Silikonimplantate sind in Europa immer noch die erste Wahl in Sachen Brustvergrößerung. Diese stellen Medizinprodukte nach dem Medizinproduktegesetz dar. So sind die modernen Silikonimplantate mit einem hochwertigen, stabilen – sogenanntem kohäsiven – Gel gefüllt, das nicht nur die Kissen in der gewünschten Form hält, sondern gleichzeitig auslaufsicher ist. Seit 2001 wurde in Europa sogar ein Qualitätsgütesiegel für Silikonimplantate eingeführt. Seitdem dürfen nur diese ISO-zertifizierten Implantatemit CE-Zeichen verwendet werden. Jedes Implantat erhält eine Kontrollnummer, die in einem sogenannten Implantatspass dokumentiert wird, der individuell für jede Patientin ausgestellt wird. Im Gegensatz zu den Anfangszeiten der Silikonimplantate ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Silikon ausläuft oder gar platzt, heutzutage verschwindend gering.
Hat man die individuell passende Form und Größe der Implantate bestimmt, setzt der Facharzt für Plastische & Ästhetische Chirurgie die erforderlichen Schnitte, um die Implantate einzubringen, in der Unterbrustfalte, im Brustwarzenhof oder unter der Achselhöhle an. Dies sorgt in Kombination mit immer ausgefeilteren Schnitt- und Nahttechniken dafür, dass die Narben später nahezu unsichtbar sind. Ein weiterer Vorteil von Silikon-Brustimplantaten ist, dass das natürliche Körpergefühl wie Empfindsamkeit und Stillfähigkeit der Brust erhalten bleibt. Auch haben die modernen Brustimplantate aus kohäsiven Silikongel eine Recht hohe Lebenszeit: Falls keine Problem bestehen müssen die Brustimplantate nicht ausgetauscht werden.
Kochsalzimplantate- die Alternative zu Silikon
Eine Alternative zum Silikon sind Kochsalzimplantate. Diese werden vor allem in den USA verwendet, in Europa finden sie weitaus seltener Verwendung. Der große Nachteil von Kochsalz ist, dass es nicht dasselbe Formgefühl vermittelt, wie Silikon es vermag, da es schwierig ist, die richtige Befüllung zu ermitteln. Zu sehr gefüllt wird die Brust hart und somit ihrer Natürlichkeit beraubt. Nicht ganz ausgefüllt hingegen wirft es unter Umständen Falten, die nicht nur unschön anzusehen sind, sondern zu einer generellen verfrühten Materialermüdung führen können. Nicht zuletzt kann Kochsalz im Laufe der Zeit verdunsten, sodass die Implantate schrumpfen. Dennoch sind Kochsalzimplantate zurzeit die einzige „wirkliche" Alternative zum Silikon. Andere Befüllungen wie etwa mit Sojaöl sind überholt. Da Sojaöl schnell ranzig wird, konnten sich Sojaimplantate weder in Bezug auf Qualität noch auf Haltbarkeit durchsetzen.
Die Alternative zur OP - Macrolane™
Neu auf dem Markt für Frauen, die sich ihre Brust nur etwa einen Cup größer wünschen, ist Hyaluronsäure. Dieses Material ist sehr gut geeignet, um so genannte „leere" Brüste, etwa nach der Stillzeit, wieder aufzufüllen. Der große Nachteil: Hyaluronsäure wird vom Körper im Laufe der Zeit abgebaut. Nach ungefähr einem halben Jahr muss wieder nachgespritzt werden, nach ca. zwei Jahren ein weiteres Mal.
Insofern bleibt Silikon nach wie vor das Material der Wahl, wenn es um Brustimplantate geht.




