Gynäkomastie OP – Gründe und Möglichkeiten
Von einer Gynäkomastie OP spricht man bei einer ein- oder beidseitig auftretenden Vergrößerung der männlichen Brust.
Die Medizin differenziert den Grad der Männerbrust in drei Stufen nach Deutinger. Bei Grad eins spricht man von einer kleinen Brust, Grad zwei ist eine Jungmädchenbrust und Grad drei ist eine stark ausgeprägte Gynäkomastie, die der weiblichen Brust sehr ähnelt und eine Unterbrustfalte hat.
Entstehung der Gynäkomastie
Es wird zwischen einer physiologischen und einer nicht physiologischen Gynäkomastie unterschieden. Bei der physiologischen, nicht krankhaften Gynäkomastie handelt es sich um altersbedingte körperliche Veränderungen, wie zum Beispiel einer Herausbildung der Männerbrust im fortgeschrittenen Alter oder bei Kleinkindern. Auch bei Übergewicht kann dieses Phänomen auftreten. Die nicht physiologische Gynäkomastie hingegen hat andere Ursachen. Sie wird durch Medikamente oder einem Ungleichgewicht der Hormone, wie unverhältnismäßig viel Östrogen oder einem Mangel an Testosteron, hervorgerufen.
Beschwerden und Diagnose
Bei der Diagnose der Gynäkomastie wird eine Analyse der Hormone und meist auch eine Untersuchung der Leber- und Schilddrüsenfunktion sowie der Hoden vorgenommen. Wenn der Fall einer einseitigen Gynäkomastie vorliegt, führt der Arzt zusätzlich eine Mammographie und eine Sonographie durch, um den äußerst seltenen Fall von Brustkrebs ausschließen zu können.
Die Beschwerden äußern sich in der Regel durch eine Vergrößerung der Brustwarze und des Warzenhofes. Weiterhin sind Drüsenstränge ertastbar und eine Unterbrustfalte wird sichtbar. Schmerzen treten eher selten auf. Die psychische Beeinträchtigung hingegen ist umso größer. Die Gynäkomastie zu operieren, ist relativ unproblematisch. Eine Therapie allein, welche die Hormonstörung behebt, reicht meist nicht aus. Deshalb ist es notwendig die Gynäkomastie zu operieren.
Der Verlauf der Gynäkomastie OP
Mit einer Fettabsaugung kann man eine Gynäkomastie operieren. Dabei ist die Form der Operation an die Form und der Beschaffenheit der Männerbrust gebunden. Eine fetthaltige Gynäkomastie operieren Ärzte mit einer einfachen Fettabsaugung, wenn sie sich im ersten und zweiten Grad der Erkrankung befindet, da sich das Drüsengewebe in diesem Fall nicht vermehrt hat. Ein Einschnitt im Brustwarzenhof muss dabei beim Gynäkomastie operieren nicht durchgeführt werden. Es reicht aus, einen minimalen Einschnitt am Brustmuskelrand zu setzen. Dort wird eine Flüssigkeit eingespritzt, die das überflüssige Fettgewebe in der Brust aufquellen lässt. Das Absaugen des Fettgewebes wird so erleichtert.
Um eine Gynäkomastie operieren zu können, die drüsenhaltig ist, muss zusätzlich zu einer Fettabsaugung die Brustdrüse entfernt werden. Bei dieser Andromastektomie wird die Drüse durch einen Schnitt in den Brustwarzenhof entfernt. Mit Hilfe der Fettabsaugung wird die Ausformung der Brust konturiert. Meist wird zum Abschluss der Operation noch eine Drainage eingesetzt.
Bei einer besonders ausgeprägten Gynäkomastie des Grades drei ist dagegen eine Brustverkleinerung mit spezieller Schnitttechnik notwendig. Um diese Form der Gynäkomastie operieren zu können, setzt der Chirurg entweder einen sogenannten i-Schnitt, einen T-Schnitt oder einen Schnitt um die Brustwarze herum.
Ist die Gynäkomastie operiert, ist nur bei der Andromastektomie eine stationäre Beobachtung von Nöten. Auf jeden Fall sind sportliche Aktivitäten für sechs Wochen nach der Gynäkomastie OP verboten. Nachdem die Gynäkomastie operiert wurde, muss der Patient außerdem eine Kompressionsweste tragen.




