Unterlidkorrektur – ein Überblick
Die Unterlidkorrektur ist ein Weg, relativ schnell jugendlicher und frischer auszusehen – und letztlich zufriedener mit dem eigenen Äußeren zu sein.
Die Problematik
Wohl jeder kennt es beim morgendlichen Blick in den Spiegel: Müde und abgespannt sieht man aus, Augenringe und Tränensäcke trüben das äußere Erscheinungsbild, obwohl man sich doch eigentlich ganz fit fühlt. Grund hierfür kann eine Lidhauterschlaffung sein, die leider schon ziemlich früh im Leben einsetzt. Das liegt daran, dass die Haut um das Augenlid herum besonders zart und empfindlich ist. Bei Tränensäcken wölbt sich aufgrund des mit der Zeit erschlaffenden Gewebes zunehmend Fettgewebe aus den Augenhöhlen vor und beeinträchtigt die Ästhetik mit fortschreitendem Alter ganz enorm. Auch Cremes können hier nicht allzu viel ausrichten, weshalb sich immer mehr Menschen für eine Unterlidkorrektur aus ästhetischen Gründen entscheiden.
Die Operation
Auch wenn man nach gründlicher Überlegung, Information und Beratung – wobei das Ergebnis der Korrektur im Spiegel simuliert werden kann –, zu dem Entschluss gelangt ist, eine Unterlidkorrektur vornehmen zu lassen, sollte man bedenken, dass jeder Mensch ein Individuum ist, jeder Körper anders reagiert und es demzufolge auch „die“ Augenlidstraffung nicht gibt. Für gewöhnlich aber läuft eine Unterlidkorrektur, die ambulant und mittels örtlicher Betäubung erfolgen kann, folgendermaßen ab: Während eines 45 bis 60 Minuten dauernden Eingriffes wird zunächst die direkt unter der Wimpernlinie verlaufende Schnittlinie vorgezeichnet – die Narbe wird hier so gut wie unsichtbar sein. Dann entfernt der Chirurg sparsam die überschüssige Haut und geringe Teile der im Laufe der Zeit locker gewordenen Augenringmuskulatur, hauptsächlich aber – gerade, wenn der Patient stark unter Tränensäcken leidet –, Fettgewebe. Bei leichten Fällen kann es ausreichend sein, ausschließlich Fettgewebe über einen Bindehautschnitt zu entfernen. Diese Form der Lidstraffung ist auch als „kleine Unterlidkorrektur“ bekannt und wird vor allem bei jungen Patienten angewendet, die noch über straffe Haut und eine feste Muskulatur, aber schon ausgeprägte Tränensäcke verfügen. Zumeist ist bei der kleinen Unterlidkorrektur das Nähen nicht nötig, da die Bindehautränder von allein zusammenwachsen. Es gibt aber auch gegenteilig gelagerte Fälle: extrem ausgeprägte Tränensäcke. Hiervon sind zumeist Männer betroffen, und die Haut ist in diesen Fällen oftmals sehr dick. Hier muss überschüssige Haut entfernt werden, sodass es nicht möglich ist, die Narbe, wie oben beschrieben, im Wimpernschatten zu halten. Vielmehr liegt die Narbe hier direkt auf dem Unterlid. Ein erfahrener Operateur ist jedoch in der Lage, sie so geschickt zu vernähen, dass eine Narbe auch hier kaum sichtbar ist.
In allen genannten Fällen kommt es nach dem Entfernen von Fettgewebe, Muskulatur und/oder Haut zum wohl wichtigsten Bestandteil der Unterlidkorrektur: der Stabilisierung des Unterlidmuskels mittels einer Naht am äußeren Augenwinkel, die das (erneute) Herabsinken des Augenlides verhindern soll. Schließlich wird die Schnittwunde mit einer feinen Naht verschlossen und das gesamte Unterlid mit Klammerpflaster stabilisiert, um die postoperative Schwellung so gering wie möglich zu halten. Dieses stabilisierende Klammerpflaster wird bei der Unterlidkorrektur erst mit dem Fäden Ziehen ca. eine Woche nach dem Eingriff entfernt.
Die Nachsorge
Um die Schwellung möglichst gering zu halten, wird in den ersten Tagen nach der Unterlidkorrektur häufiges Kühlen empfohlen. Einer beschleunigten Wundheilung förderlich ist auch eine kopfseitig erhöhte Schlafposition. Am allerwichtigsten aber sind regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen, die das Fortschreiten des Heilungsprozesses überwachen und die Patientenzufriedenheit dokumentieren.




